Norman Knop mit gutem Finale im ADAC GT Masters
04. Okt 2010

 „Zum Schluss war es noch ein halbwegs versöhnliches Ende einer aufregenden Saison“, so Norman Knop nach dem Finalwochenende vom 01. bis 03. Oktober 2010. Vor 13.500 Fans kam er im Motopark Oschersleben am Ende noch auf Platz sieben.

Mit seinem Stammpartner Roland Rehfeld ging Norman Knop in das siebte und letzte Rennwochenende der starken Serie, die gerne auch als „Liga der Traumsportwagen“ bezeichnet wird. Beim freien Training am Freitag stellte man den Ascari KZ1 R GT3 auf den 3,696 Kilometer langen Kurs vor den Toren Magdeburgs auf das Zeittraining am frühen Samstagmorgen ein.

Am Ende der jeweils 20-minütigen Sitzungen der beiden Fahrer belegte man die Startplätze sechs und 16. Dabei hatte Roland Rehfeld etwas Pech, da in seiner Session der Stabilisator defekt war und somit nicht mehr als die achte Reihe heraus kam. Doch das trübte den Optimismus im Team von rhino’s Leipert nicht. „Wir hatten in dieser Saison schon so einige unverschuldete Probleme, das wirft uns nicht mehr zurück! Im Gegenteil das Kämpferherz wird stärker“, so Knop vor dem Start zum 13. Lauf, der wieder live beim privaten TV-Sender kabel eins übertragen wurde.

Von Platz sechs ging Norman Knop ins Rennen. Doch schon unmittelbar nach dem Start die nächste Hiobsbotschaft. Ein anderer Fahrer war etwas übermütig und knallte dem 22-jährigen unnötig ins Heck des Ascari. Dadurch brach der Diffusor halb ab und der Auspuff war fortan krumm. „Damit wurde das Fahren natürlich nicht leichter“, nahm es der Willicher noch mit Humor. Doch die Handlingsprobleme wurden im Laufe des 60-Minuten-Rennens immer schlimmer. Das Auto übersteuerte stark und die Teile schliffen am Auto. Als dann der Diffusor immer weiter am Ascari runter hing und durch die Hitze die Gefahr bestand noch weitere Teile zu beschädigen, stellte man das Auto in der Box ab. „Es hatte einfach keinen Zweck mehr, wir hätten nur noch mehr zerstören können“, so Knop kurz und knapp.

Umso kämpferischer ging man am Sonntagmittag in den letzten Lauf der diesjährigen Meisterschaft. Und diesmal zeigte man wieder das Potenzial von Auto und Fahrern. Von Platz 16 fuhr man konstant nach vorne und lag zum Ende auf einem sehr guten siebten Platz. Man erhielt sogar Punkte für Platz sechs, da ein Team als Gaststarter nicht punkteberechtigt war. „Wir waren gerade zum Ende hin sehr gut unterwegs und konnten die Zeiten der Spitze problemlos mitgehen“, gab Norman Knop noch zu Protokoll.

Zur Saison äußerte er sich dann folgendermaßen: „Es war am Ende ein halbwegs versöhnliches Ende einer Saison, die uns Höhen und Tiefen bescherte. Wir kamen dreimal auf das Siegerpodium. Gerne hätte es noch öfters sein können. Die Chancen waren da. Aber leider wurden wir sehr oft unverschuldet in Probleme verwickelt. Der Ascari ist absolut konkurrenzfähig. Lediglich am Nürburgring passte das Auto nicht zur Strecke, sonst waren wir überall auf Anhieb schnell.“

Und auch die Planungen für die Saison 2011 wurden gedanklich schon aufgenommen: „Ich würde gerne nochmals im ADAC GT Masters starten. Aber das müssen wir jetzt über den Winter gut vorbereiten.“

Text: Ralph Monschauer - motorsport-xl.de



Norman Knop im Ascari im ADAC GT Masters


Norman Knop mit Teamkollege Roland Rehfeld (Fotos: Volker Lange)