Norman Knop mit Zwangspause in ADAC GT Masters in der Lausitz
15. Aug 2010

Ohne Spesen nichts gewesen, lautete die Devise für Norman Knop beim fünften Rennwochenende (13. bis 15. August 2010) des ADAC GT Masters. Bei den Rennen auf dem EuroSpeedway konnte der Willicher nicht an den Start gehen..!

Bei den Freien Trainingssitzungen am Freitag setzte man auf die bewährte Taktik der letzten erfolgreichen Rennwochenende, als man sich nicht an der Jagd nach Bestzeiten beteiligte und sich stattdessen konsequent auf die Abstimmungsarbeiten am Ascari KZ1 R GT3 konzentrierte.

“Das war auch bereits in den letzten Rennen unsere Arbeitsweise und hat uns recht gegeben. Wir haben auch darauf verzichtet, mit neuen Reifen zu fahren. Wir liegen voll im Plan und sind mit dem Auto recht zufrieden“, erklärte Norman Knop noch vor dem Zeittraining am Freitagabend.

Dort war man dann aber zunächst doch überrascht über die auftretenden Probleme, die sich immer weiter verstärkten. Im ersten Qualifying auf der 3,442 Kilometer langen Variante der Strecke kam Teamkollege Roland Rehfeld noch auf Startplatz sieben. Norman Knop fuhr in seinem Qualifying dann aber nur auf 14. „Wir hatten dort schon gerätselt warum wir immer weniger Leistung hatten. Von den Daten bekamen wir lediglich das Signal, dass ich den Topspeed aus den freien Trainings nicht erreichen konnte – alles andere sah in Ordnung aus.“

Die Lösung ergab sich dann am Samstagmorgen. Aufgrund des heftigen Regen in der Lausitz entschied der Veranstalter, dass man kurz vor dem 1. Lauf des ADAC GT Masters erstmals in dieser Saison ein 15-minütiges „Wet practice“ fahren würde. Dort stellte das Team dann das Problem fest. „Ich bin raus gefahren und bemerkte sofort, dass ich keine Leistung aus dem Wagen auf die Strecke brachte“ so Norman Knop. Das Team fand dann ein Loch im Motor zwischen den Zylindern. Somit war das ADAC Masters Weekend für das Duo Norman Knop/Roland Rehfeld beendet. Schade, denn ein Podestplatz wäre sicherlich wieder möglich gewesen.

“Wir konnten in der Kürze der Zeit keinen Ersatzmotor bekommen“, so abschließend der 22-Jährige. „Wir haben zwar noch heftig rumtelefoniert, doch da war nichts zu machen. Auch die Überlegung den Motor zu flicken konnten wir schnell beenden, da das Loch einfach zu groß war. Wir müssen nun fieberhaft daran arbeiten, den Ascari KZ1 R GT3 schnell wieder fit zu machen. Bereits in 11 Tagen gibt es im Rahmen der FIA GT1 Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring am Donnerstag das Freie Training.“

Text: Ralph Monschauer - motorsport-xl.de