Norman Knop mit Gaststart in der FIA GT3 EM in Zolder
26. Okt 2009

Zu einem Gaststart in der FIA GT3 Europameisterschaft trat Norman Knop am vergangenen Wochenende (23. bis 25. Oktober 2009) im belgischen Zolder an.

Zusammen mit seinem dänischen Teamkollegen Ronnie Bremer, mit dem er auch in der ADAC GT Masters an den Start geht, ging der Willicher im Team von rhino’s Leipert (Wegberg) ins Rennen. Einsatzauto war der Ascari KZ1 R GT3, der zum ersten Mal überhaupt in der Europameisterschaft eingesetzt wurde.

“Ziel war, dass wir schauen, wie wir international positioniert sind. Nach der Saison 2009 in der ADAC GT Masters sollte es ein schöner Saisonabschluss für Fahrer und Team werden“; so der 21-Jährige.

Und es begann auch sehr positiv. In den beiden freien Trainingssitzungen über jeweils 60 Minuten kam das Duo zweimal auf Platz elf, verbesserte sich aber mit den Zeiten von 1:34.711Minuten auf 1:34.211 Minuten.

Und erfolgreich ging es auch beim Qualifying am Samstag weiter. Genau wie in der ADAC GT Masters hat jeder Pilot zwanzig Minuten Zeit, um seine beste Startposition zu ermitteln. Norman Knop und Ronnie Bremer waren dabei sehr erfolgreich. Am Ende hatte das Duo die Startplätze drei und sechs erreicht. “Es hat bis auf kleine Nuancen sofort mit dem Setup für den Ascari super gepasst. Unser Ziel ist das Podium“, so Norman Knop am Abend. Und der Optimismus war berechtigt, schließlich konnte man problemlos mithalten.

Doch bei den Rennen sollte es dann nicht mehr 100%ig laufen. Nach dem Start von Ronnie Bremer bei Rennen 1 unter schwierigen Bedingungen, übergab der Kopenhagener bei Halbzeit des 60-Minuten-Laufes auf Platz 10 liegend an Norman Knop. Doch Probleme beim Boxenstopp verhinderten eine bessere Platzierung. „Ich kam zeitgleich mit Christopher Mies auf Platz eins raus. Nur leider mit einer Runde Rückstand...“, so Knop. Zwar kämpfte er sich von Platz 19 noch auf Rang 13 vor, doch mehr war nicht mehr möglich. „Zeitweise waren mit den Belcar-Fahrzeugen 40 Autos auf der Strecke. Die Ideallinie war zwar trocken, aber mit Slicks durfte man auch nicht weit außerhalb fahren. Das machte Überholversuche schwierig, auch weil die Belcar-Fahrer nicht so einfach Platz machten!“
 
Beim 2. Rennen saß der Student zuerst im Cockpit und ging mit dem 520 PS starken Ascari KZ1R GT3 von Platz sechs ins Rennen. „Es lief zunächst sehr gut, auch wenn es um mich herum hart zur Sache ging.“ Sein Vordermann war langsamer als der Youngster, doch Überholen war nicht möglich. Und zu allem Überfluss musste Knop dann auch noch in der Anfangsphase an die Box: „Ich hatte ein eigenartiges Schlagen in der Lenkung und wir haben entschieden aus Sicherheitsgründen das Auto zu überprüfen.“ Das positive Ergebnis war, das es kein großer Schaden war und das Team weiter fahren konnte. Negativ war allerdings, dass man zwei Runden verloren hatte. „Und damit war ein vernünftiges Ergebnis nicht mehr zu erzielen.“ Am Ende wurde man 15.

Fazit von Norman Knop: „ Es fing in den beiden Qualifying-Sitzungen so gut an. Und auch bei den Rennen stimmte der Speed, was uns optimistisch stimmte, doch ein vernünftiges Ergebnis konnten wir leider nicht erzielen, da einfach ein paar Dinge nicht zusammen gepasst haben. Wir waren konkurrenzfähig und hätten Platz drei bis sechs erzielen können. Diese Erkenntnis macht uns optimistisch für die nächste Saison, in der wir derzeit beabsichtigen, die Europameisterschaft in Angriff zu nehmen.“

Text: Ralph Monschauer - motorsport-xl.de



Gute Zeiten von Norman Knop wurden leider nicht belohnt


Der Ascari KZ1 R GT3 im belgischen Zolder (Fotos: Markus Berns)